An Kultur und Kulturerbe mangelt es in Limburg nicht. Nicht nur, dass die Bergbauvergangenheit einen großen Einfluss auf verschiedene Regionen hatte, Limburg ist auch die Heimat der ersten Stadt Belgiens und unsere Kunst im Freien, wie die Doorkijkkerkje (Durchblickkirche), ist sogar über unsere Grenzen hinaus bekannt. Bereit für eine gute Dosis Kultur?

Waterschei - © Eddy Daniëls

Geprägt vom Bergbau

Nichts hat Limburg so sehr beeinflusst wie die Zeit des Bergbaus. Und nirgendwo sonst in Flandern gibt es noch so viel Bergbauerbe wie in Limburg. Gegenwärtig sind die ehemaligen Bergwerke interessante Stätten, die mit Respekt vor der Vergangenheit eine neue Bestimmung erhielten.

© Stefan Matthijssens

Die erste Stadt von Belgien

Die erste Stadt von Belgien liegt in Limburg! Nirgendwo sonst sieht man noch so viele Überreste der römischen Geschichte wie im Straßenbild von Tongeren. Machen Sie sich auf zu einer Tagesreise in die Vergangenheit.

Borgloon - © Robin Reynders

Kunst im offenen Raum

Kunst gehört nur in ein Museum? Nicht in Limburg! Hier kann man überall Kunst begegnen, auch draußen, bei einer Wanderung in der Natur. Die Kunstwerke verleihen der Landschaft eine besondere Dimension.

Clausura Gijs Van Vaerenbergh (Abdij van Herkenrode) - Clausura Gijs Van Vaerenbergh (Abdij van Herkenrode)

Clausura Gijs Van Vaerenbergh (Abtei von Herkenrode)

HASSELT (KURINGEN)
Herkenrode wurde Ende des 12. Jahrhunderts gegründet und im 13. Jahrhundert zu einer Zisterzienserabtei erhoben, die bald zu den reichsten Abteien der Niederlande zählte. Das räumliche und spirituelle Herzstück der Abtei bildete der Kreuzgang, ein zusammenhängender Gebäudekomplex. Die gotische Kirche aus dem 16. Jahrhundert bildete das Zentrum der Abtei. Hinzu kamen ein Klostergebäude, ein Krankenflügel, Schwesternwohnungen und weitere Nebengebäude, die um zwei große Kreuzganggärten angeordnet und von langen Galerien umgeben waren.

Im Laufe seiner Geschichte erlebte Herkenrode verschiedene Phasen des Verfalls und der Zerstörung, die 1826 im Kirchenbrand gipfelten. Der historische Kern der ehemaligen Abtei wurde schließlich vollständig abgerissen. Vom ursprünglichen Kreuzgang sind heute nur noch die Kapelle und Überreste der Schwesternwohnungen und des alten Krankenflügels erhalten. Einst das pulsierende Herz der Abtei, strahlt der Ort nun nur noch Leere aus.

Gijs Van Vaerenbergh wurde beauftragt, eine künstlerische Vision für das verschwundene Herzstück von Herkenrode zu entwickeln. Seine Installation CLAUSURA bringt die verschwundenen Gebäude in ihre ursprüngliche Größe und an ihren ursprünglichen Standort zurück. Es handelt sich um eine künstlerische und räumliche Intervention, die die Erinnerung an das verschwundene Ensemble wachruft, ohne auf eine exakte Rekonstruktion zurückzugreifen. Eine Struktur aus dünnen Stahlrohren umreißt die verschwundenen Klostergebäude, als würden sie in den Raum gezogen.